Abonnieren Sie »Szyllas Lesezeichen« per E-Mail und Sie bleiben auf dem Laufenden ...

17. Heidelberger Literaturtage 25.-29.Mai 2011

25. Mai 2011 | Von | Kategorie: Literaturveranstaltungen  |

Spiegelzeltin diesem Jahr finden die 17. Heidelberger Literaturtage von 25. bis 29. Mai 2011 statt wieder mit internationalen und nationalen Autoren, Debütanten und altbekannten Schriftsteller:

Der französische Schriftsteller und Filmemacher Claude Lanzmann (“Shoah”, “Der Patagonische Hase”) eröffnet heute am 25. Mai 2011 die 17. Heidelberger Literaturtage. Am 27. Mai gibt es den “Tag der Maghrebinischen Literatur”, der durch die aktuellen Ereignisse im Maghreb besondere Bedeutung erhält, u.a. mit Leila Marouane (“Das Sexleben eines Islamisten in Paris”) und einem Podiumsgespräch “Die aktuelle Lage im Maghreb und in der Arabischen Welt” mit Thomas Avenarius (Süddeutsche Zeitung), Reinhard Baumgarten ( SWR) und Khalid El Kaoutit (Freier Journalist). Außerdem lesen: Michael Buselmeier, Barbara Conrad, Dorothee Elmiger, Hallgrimur Helgason, Marcus Ingendaay, Rolf Lappert, Marcel Maas, Daniel Pennac und Hubert Winkels.

Hier geht es zum Programm

Artikel weiter empfehlen

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

Ricardo Piglia: Der Goldschmied

25. Mai 2011 | Von | Kategorie: Dies u. das  |

Ricardo Piglia: Der GoldschmiedFür den 1. November letzten Jahres war eine Lesung Piglias in Heidelberg im Deutsch-Amerikanischen Institut vorgesehen; leider ist daraus nichts geworden.

»Ricardo Piglia wurde 1941 in Adrogué nahe Buenos Aires geboren. Seit seinem Debüt 1967 »La invasión« machte er sich mit zahlreichen Romanen und Kurzgeschichten einen Namen und gilt in seiner Heimat längst als moderner Klassiker. Auch seine Arbeiten als Kritiker und Essayist machten ihn zu einem der berühmtesten Autoren Argentiniens, entgegen dem Willen des Militärregimes, das lange Zeit versuchte, ihn zum Schweigen zu bringen. An den amerikanischen Universitäten Princeton und Harvard lehrte Ricardo Piglia Literatur und Film, von der Universidad de Buenos Aires wurde er zum Ehrenprofessor ernannt. Heute lebt und arbeitet er in Buenos Aires.«[1]

Dass Piglia auch hierzulande einen größeren Leserkreis finden könnte, verdanken wir dem Wagenbach Verlag; dort sind inzwischen fünf Bücher von ihm erschienen.

Einen guten Einstieg in Piglias Welt bietet »Der Goldschmied« aus der SALTO-Reihe. Neun Erzählungen enthält er; sie entstammen den Erzählbänden »La invasión« (1967) und »Nombre Falso« (1975).

»Während Thelonius, der Affe des Jazzpianisten, sich die Finger im Whiskeyglas des Clubgastes wäscht, lauscht dieser in der verruchten Schmugglerbar an der argentinisch-brasilianischen Grenze nicht nur der Melodie von The Lady Is a tramp, sondern auch der Geschichte des Pianisten: Der weiß von einem Richter zu erzählen, der einer schönen Mörderin verfallen ist. Ebenso mysteriös erscheint ein Mord in Buenos Aires, dessen einzige Zeugin eine Verrückte ist und der dank der profunden linguistischen Kenntnisse eines Literaturkritikers, der von einem Tag auf den anderen für das Ressort »Verbrechen« seiner Zeitung arbeiten muss, aufgeklärt wird.
Daneben bietet Piglia aber auch Einblicke in die amourösen Wirrungen moderner Großstädter, in die verhängnisvolle Freundschaft zweier Boxer und in ein frühmorgendliches Gespräch mit der kleinen Tochter der Geliebten, entführt den Leser in die Wirren des argentinischen Bürgerkriegs, animiert ihn zum Tauchen in einem antiken Schiffswrack – und zeigt in der Titelgeschichte Der Goldschmied, dass nicht nur Gold, sondern auch das Glück geschmiedet werden muss.«[2] Selten hat ein Klappentext so treffend die Atmosphäre eines Buches zum Ausdruck gebracht wie dieser.
»Zuerst lernt man leiden, dann lieben, dann Abschied nehmen und am Ende leben, ohne zu denken.« Diese Zeilen aus Homero Expósitos Tango »Naranjo en flor« (Blühender Orangenbaum) könnten programmatisch sein für den gesamten Band mit Ricardo Piglias Erzählungen; nicht nur für die Titel gebende Geschichte »Der Goldschmied«, die diesen Tango zitiert. Piglia fasst seine oft tragischen Schicksale in eine sehr musikalische Sprache voller Melancholie und Nachdenklichkeit über die verschlungenen Gedanken und Handlungen der Menschen.
Ricardo Piglias Geschichten zeugen von der Kraft eines melancholischen Selbstbehauptungswillens, der es auch im Scheitern noch schafft, ein kleines Quäntchen Glück für sich fest zu halten.

Buch bestellen bei Libri

Ricardo Piglia bei Wagenbach

  • R. Piglia, Brennender Zaster; Plata quemada \ . Roman, Berlin: Wagenbach, 2010.
    [Bibtex]
    @BOOK{Piglia2010,
      title = {Brennender Zaster; Plata quemada \
    . Roman},
      publisher = {Wagenbach},
      year = {2010},
      author = {Piglia, Ricardo},
      series = {Wagenbachs Taschenbücherei, Teil 635},
      address = {Berlin},
      note = {Verfasserangabe: Ricardo Piglia. Aus dem argentin. Span. von Leopold
      Federmair ; Quelldatenbank: DDB ; Format:marcform: print ; Umfang:
      186 S., 19 cm ; 978-3-8031-2635-1 ; kart. : EUR 9.90 (DE), EUR 10.20
      (AT)},
      howpublished = {Buch},
      isbn = {978-3-8031-2635-1; kart.},
      location = {2010 A 44038; 2010 A 34853},
      type = {text}
    }
  • R. Piglia, Der Goldschmied. Erzählungen, Berlin: Wagenbach, 2010.
    [Bibtex]
    @BOOK{Piglia2010a,
      title = {Der Goldschmied. Erzählungen},
      publisher = {Wagenbach},
      year = {2010},
      author = {Piglia, Ricardo},
      series = {Salto, Teil 175},
      address = {Berlin},
      note = {Verfasserangabe: Ricardo Piglia. Ausgew. von Carsten Regling. Aus
      dem argentin. Span. übers. von Carsten Regling und Sabine Giersberg
      ; Quelldatenbank: DDB ; Format:marcform: print ; Umfang: 138 S.,
      19 cm ; 978-3-8031-1274-3 ; Gewebe : EUR 15.90 (DE), EUR 16.40 (AT),
      sfr 26.90 (freier Pr.)},
      howpublished = {Buch},
      isbn = {978-3-8031-1274-3; Gewebe},
      location = {2010 A 79728; 2010 A 64851},
      type = {text}
    }
  • R. Piglia, Ins Weiße zielen; Blanco nocturno \ , Berlin: Wagenbach, 2010.
    [Bibtex]
    @BOOK{Piglia2010b,
      title = {Ins Weiße zielen; Blanco nocturno \
    },
      publisher = {Wagenbach},
      year = {2010},
      author = {Piglia, Ricardo},
      address = {Berlin},
      note = {Verfasserangabe: Ricardo Piglia. Aus dem argentin. Span. von Carsten
      Regling ; Quelldatenbank: DDB ; Format:marcform: print ; Umfang:
      252 S., 22 cm ; 978-3-8031-3232-1 ; kart : EUR 19.90, EUR 20.50 (AT),
      sfr 33.50 (freier Pr.)},
      howpublished = {Buch},
      isbn = {978-3-8031-3232-1; kart},
      keywords = {Pampas / Mord / Aufklärung  / Belletristische Darstellung},
      location = {2010 A 92102; 2010 A 71832},
      type = {text}
    }
  • R. Piglia, Falscher Name; Nombre falso \ . Hommage an Roberto Arlt; ein
    kurzer Roman
    , Berlin: Wagenbach, 2003.
    [Bibtex]
    @BOOK{Piglia2003,
      title = {Falscher Name; Nombre falso \
    . Hommage an Roberto Arlt; ein
      kurzer Roman},
      publisher = {Wagenbach},
      year = {2003},
      author = {Piglia, Ricardo},
      series = {Quartbuch},
      address = {Berlin},
      note = {Verfasserangabe: Ricardo Piglia. Aus dem argentinischen Span. von
      Sabine Giersberg. Eingeleitet von Hanns Zischler. Mit einem Nachw.
      von Leopold Federmair ; Quelldatenbank: DDB ; Format:marcform: print
      ; Umfang: 101 S., 22 cm ; 3-8031-3184-7 ; Pp. : EUR 15.50},
      howpublished = {Buch},
      isbn = {3-8031-3184-7; Pp.},
      location = {2003 A 46260; 2003 A 46260},
      type = {text}
    }
  • R. Piglia, Künstliche Atmung; Respiración artificial \ . Roman, Berlin: Wagenbach, 2002.
    [Bibtex]
    @BOOK{Piglia2002,
      title = {Künstliche Atmung; Respiración artificial \
    . Roman},
      publisher = {Wagenbach},
      year = {2002},
      author = {Piglia, Ricardo},
      address = {Berlin},
      note = {Verfasserangabe: Ricardo Piglia. Aus dem argentin. Span. von Sabine
      Giersberg. Mit einem Nachw. von Leopold Federmair ; Quelldatenbank:
      DDB ; Format:marcform: print ; Umfang: 219 S. : Ill., 22 cm ; 3-8031-3173-1
      ; Pp. : EUR 19.50},
      howpublished = {Buch},
      isbn = {3-8031-3173-1; Pp.},
      keywords = {Argentinien / Diktator / Föderalismus / Staatssekretär / Belletristische
      Darstellung / Geschichte 1825-1852},
      location = {2002 A 56290; 2002 A 56290},
      type = {text}
    }

Anmerkungen und Quellen:
  1. Biographische Notiz v. d. Website des Verlages
  2. Klappentext
Artikel weiter empfehlen

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

Stadt Ludwigshafen am Rhein: Leseräuber

18. Mai 2011 | Von | Kategorie: Bibliotheken regional, LeseKids  |

Bei den "Leseräubern" handelt es sich um eine Kleinkindergruppe für drei- bis fünfjährige Kinder mit ihren Betreuungspersonen. Die Leseräuber finden zu festgelegten Terminen in der Kinder- und Jugendbibliothek statt. Im Vordergrund steht dabei der Gedanke, Eltern und anderen Erziehungspersonen Anregungen für den Umgang mit Büchern zu geben. Ebenso soll das Interesse am gemeinsamen Anschauen und Lesen von Bilderbüchern geweckt sowie die Bedeutung von Büchern für die Entwicklung eines Kindes aufgezeigt werden.

Weitere Infos und die Termine gibt es bei Stadtbibliothek Ludwigshafen am Rhein: Leseräuber.

Artikel weiter empfehlen

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

Exkursion zur Bücherburg und nach Goslar 21./22. Mai 2011

5. April 2011 | Von | Kategorie: Dies u. das  |

Bücherburg

Bücherburg

Die »Initiative Buchkultur« besucht den ›Bücherpastor‹ Martin Weskott auf seiner Bücherburg und besichtigt die Marktirchenbibliothek in Goslar.
1991 rettete Weskott hunderttausende von Büchern aus der ehemaligen DDR buchstäblich von der Müllhalde und schaffte sie nach Katlenburg. Ganze Verlagsproduktionen und Bibliotheksbestände wurden damals ›entsorgt‹, darunter nicht nur ostdeutsche Autoren und Klassiker der Weltliteratur sondern auch wissenschaftliche Fachbücher und Gesetzeswerke. In der Zwischenzeit sind viele weitere Buchspenden bei ihm gelandet, denen er ausnahmslos Asyl gewährt. Martin Weskott, der auch das literarische Programm ›Müll-Literaten lesen – Begegnungen mit ostdeutschen Literaten‹ organisiert, wird am Samstag 21.Mai um 14.00 Uhr durch das Labyrinth seiner Bücherburg führen. Unter dem Motto ›Weitergeben statt wegwerfen‹ können Bücher auch gegen eine Spende an ›Brot für die Welt‹ direkt dort erworben werden.
Die tausendjährige Stadt Goslar ist Ziel für den Sonntag. Die dortige ›Marktkirchenbibliothek‹ birgt wahre Schätze, die der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind. Es ist gelungen, für die Gruppe eigens eine Führung von Propst Helmut Liersch von der Propstei Goslar zu bekommen. Zu sehen sind unter anderem über 100 Inkunabeln, Bücher aus der ›Wiegenzeit‹ des Buchdrucks im 16. Jahrhundert, das einzig erhaltene Exemplar des ersten evangelischen Gesangbuchs  von 1524 und viele weitere Schriften aus der Reformationszeit, protestantische wie katholische.
Organisatorisches: geplant ist die Fahrt in einem kleinen Reisebus. Der Teilnahmepreis von 79,00 Euro (für Mitglieder) und 90,00 Euro (für Nicht-Mitglieder) beinhaltet Fahrtkosten und eine Übernachtung mit Frühstück in Katlenburg, je nach Größe der Gruppe in verschiedenen kleinen Gasthöfen des Ortes. Nicht enthalten sind Mittag- und Abendessen am Samstag und Mittagessen und Kaffee am Sonntag.

Anmeldung und Info siehe Website der »Initiative Buchkultur«

Artikel weiter empfehlen

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

Rike Reiniger: Antrittslesung der Feuergriffelpreisträgerin 2011

5. April 2011 | Von | Kategorie: LeseKids, Literaturveranstaltungen  |

Rike Reiniger: Feuergriffelpreisträgerin 2011 - Foto Presseamt Stadt MannheimDie diesjährige Kinder- und Jugendstadtschreiberin Rike Reiniger liest am Montag, 11. April ab 19 Uhr im Dalbergsaal der Stadtbibliothek (N3, 4). In ihrer Antrittslesung stellt sie unter anderem ihre »Feuergriffel«-Buchidee »Samika aus dem weißen Land« vor, liest aus ihrem Jugendtheaterstück »Zigeuner-Boxer« und beantwortet im Gespräch mit Dr. Bernd Schmid-Ruhe, Leiter der Stadtbibliothek, Fragen zu ihren bisherigen Tätigkeiten.

 Seit 1. April lebt die renommierte Theaterexpertin Rike Reiniger nun in Mannheim und arbeitet an ihrem Schreibtisch im Turm der Alten Feuerwache an ihrer Buchidee, mit der sie Anfang des Jahres die Feuergriffel-Jury überzeugte. Drei Monate hat sie Zeit, um aus ihrer Buchidee ein druckreifes Manuskript zu erstellen. Mit der vorgestellten Liebes- und Abenteuergeschichte »Samika aus dem weißen Land«, setzte sie sich gegen 46 Autoren durch, die sich um den bundesweit einmaligen Preis des Feuergriffels beworben hatten.

»Für meine Arbeit als Autorin bedeutet der Feuergriffel eine wunderbare Unterstützung. Ich bin neugierig auf Mannheim und freue mich auf viele Begegnungen in der Stadt«, sagte die frischgebackene Preisträgerin. »Die Liebesgeschichte in ‘Samika aus dem weißen Land‘ ist tatsächlich passiert: Die erste Wölfin, die nach dem Fall der Grenze aus Polen in die Lausitz einwanderte, tat sich in ihrer neuen Heimat mit einem Hund zusammen. Mich hat es fasziniert, mir diese Begegnung vorzustellen: Eine Fremde und ein Einheimischer. Missverständnisse, Gemeinsamkeiten und ein kurzes, leidenschaftliches Glück«, erläutert Reiniger ihre Idee. [Quelle u. Foto: Presseamt Stadt Mannheim]

Artikel weiter empfehlen

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.