Eduard Mörike: 200. Geburtstag

9. März 2004 | Von | Kategorie: Allgemein

Früh, wenn die Hähne krähn,
Eh´ die Sternlein verschwinden,
Muss ich am Herde stehn,
Muss Feuer zünden.

Nach diesem Motto von Mörikes ‘verlassenem Mägdlein’ scheinen auch die Verlage zu handeln, die sich schon jetzt auf seinen zweihundertsten Geburtstag am 8. September einstimmen. Vielleicht fürchten sie ums Geschäft; dieser Festtag könnte im wiederaufgewirbelten Staub von ‘Ground Zero’ zum 11. September untergehen.

Gleich fünf Neuerscheinung werden in dieser Woche angeboten:

Beci, Veronika: Eduard Mörike. Die gestörte Idylle.
Biographie. Düsseldorf, 2004. ISBN: 3-538-07176-4

Das gängige Bild vom Idylliker Mörike bedarf der Korrektur. Im Zentrum der Biographie stehen deshalb zeitbezogene Interpretationen seiner Werke, die faszinierende Einblicke in sein dichterisches Schaffen gewähren. Vor dem Hintergrund der Kultur- und Geistesgeschichte des 19. Jahrhunderts schildert Veronika Beci Mörikes ambivalente Haltung zu Fragen seiner Zeit und setzt sich mit seiner Beziehung zu anderen Grössen der Epoche: Hölderlin, Waiblinger, Uhland, Heyse, Raabe und Storm auseinander. – so die Ankündigung des Verlages

Braun, Helmut; Schwan, Rudolf; Uhlmann, Werner: Zu Cleversulzbach im Unterland. Eduard Mörikes Zeit in Cleversulzbach 1834-1843.
2004. ISBN: 3-89511-083-3

Dazu schreibt Dr. Christioph-E. Palmer, Minister des Staatsministeriums bei Erwin Teufel in einem Grusswort: Ich wünsche Ihnen mit den Worten Justinus Kerners eine inspirierende Lektüre des Buches über und mit dem “vielleicht feinsten Lyriker der Gegenwart …”

Kläger, Erich: Mörike in seinen Brautbriefen. Mit einer Erzählung zu Peregrina und nachgetragenen Briefen der Braut.
2004. ISBN: 3-937771-01-8

Mayer, Mathias: Mörike und Peregrina. Geheimnis einer Liebe.
München, 2004. ISBN: 3-406-51657-2

Mathias Mayer versammelt in diesem Buch alle derzeit zugänglichen Quellen, erschöpft sich aber nicht in der biographischen Erzählung, sondern macht darüber hinaus die Verbindungen zwischen Leben und Literatur sichtbar. Das Verhältnis zwischen dichterischer Verschleierung und gleichzeitigem Bekenntnis gehört zu den beunruhigenden Seiten des gar nicht so harmlosen Dichters. – heisst es im Klappentext

Quak, Udo: Eduard Moerike, Reines Gold der Phantasie.
Biographie. Berlin, 2004. ISBN: 3-7466-2064-3

Der bedeutendste Lyriker nach Goethe und sensible Erzähler war sesshaft und unruhig zugleich. Mörikes Biograph erzählt von den Spannungen, in denen der Dichter lebte: als Sohn in familiären Konflikten, als Pfarrer, dessen Berufung die Poesie war, als Verlobter und Ehemann in instabilen Beziehungen. Doch erstaunlich unabhängig vom Auf und Ab des Alltags entstand das Werk: die formbewussten Gedichte, subtile Märchen und eine der schönsten Künstlernovellen: “Mozart auf der Reise nach Prag”. – meinen Autor und Verlag.

Artikel weiter empfehlen

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

Keine Kommentare möglich.